Stadttaubenkonzept

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Das Tübinger Stadttaubenkonzepzt


Bild Taubenhaus Platanenallee 

Neu dazugekommen ist im August 2000 ein Taubenschlag in der Frucht- schranne/ alte Albert – Schweizer – Realschule in der Schmidtorstraße. Er wurde durch die Beschäftigungs – Initiative „Loretto“ auf städtische Kosten in den Dachboden eingebaut.


Bild Taubenschlag Fruchtschranne


Bild Stiftskirche außen

Hat zum Ziel, die Tauben von Straßen und Häusern wegzulocken in betreute Schläge, in denen sie gefüttert, gesundheitlich überwacht und ihre Gelege durch Gipseier aus- getauscht werden.

Dies geschieht seit drei Jahren im Taubenhaus in der Platanenallee und im Depot Südstadt und seit einem Jahr in der Stiftskirche.


Bild Taubenschlag Stiftskirche innen

Die Fritz – Emmel – Stiftung mit Sitz in Dettenhausen, die in den vergangenen neun Jahren Vögel, Igel, Ameisen, Fledermäuse und vor allem das Tübinger Stadttauben- konzept mit insgesamt DM 100.000 unterstützte, finanzierte 1995 das Taubenhaus Platanenallee und 1997 den Taubenschlag Stiftskirche. Ohne die großzügige Hilfe dieser Stiftung könnte Tübingen heute nicht Vorbild sein für zahlreiche andere Städte, die sich ebenfalls um die Reduzierung ihrer Stadt- tauben kümmern wollen. Auch für die dringend erwartete Taubenpille, welche die Verminderung beschleu- nigen wird, sind betreute Tauben- schläge und Futterplätze Voraus- setzung.

Die Betreuung dieser vier Stellen in Tübingen findet unter Leitung des Tierschutzvereins statt. Verantwortlich dafür ist Petra Klingler, auch Mitarbeiterin in der „Bundesarbeitsgruppe Stadttauben“, die über ein großes Fachwissen und viel praktische Erfahrung verfügt. Ihr zur Seite steht mit Rat und Tat Johanna Geck in Beuren, eine Fachfrau mit über zwanzigjähriger Taubenerfahrung.

Die täglichen Kosten für Futter, Mineralstoffe, Gipseier und Reinigungs- mittel betragen pro Stelle DM 10.-. Diese Versorgungskosten von DM 1200.- im Monat können weder von der Fritz-Emmel-Stiftung noch dem Tierschutzverein, noch durch private Spenden abgedeckt werden. Deshalb wurden Stadtverwaltung und HGV um laufende Zuschüsse gebeten. Die Stadt hat Unterstützung signalisiert, die jedoch noch der Zustimmung des Gemeinderates bedarf. Vom Handels-und Gewerbeverein haben wir bis Redaktionsschluß keine Antwort erhalten.

Wichtig erscheint uns auch, unsere Leser über die Ursache des allge- meinen Stadttaubenproblems zu informieren.

79.000 Brieftaubenzüchter in Deutschland halten 10 Millionen Tauben, von denen bei Wettflügen mit Verlusten bis 30 % gerechnet wird, d.h. Hun- derttausende von Tauben gehen jährlich elend zugrunde oder stranden in unseren Städten.

Landesanstalt für Umweltschutz BW. „Den stärksten Anteil an Zuflug unserer Stadttaubenschwärme haben heute verirrte und erschöpfte Brieftauben“.

Die ganzjährige Brutaktivität dieser ehemaligen Zuchttauben lässt sich durch füttern, bzw. Aushungern nicht beeinflussen, sie wurde angezüchtet! Auch ist der Kot artgerecht ernährter Tauben trockener und wesentlich leichter zu entfernen, als sog. „Hungerkot“.

Das Stadttauben-Konzept kann nur mit Hilfe aller zum Erfolg führen: Bevölkerung, Stadtverwaltung. Handel und Gewerbe, Medien.

Erfolgsbilanz: Seit bestehen des Tübinger Stadttauben – Konzeptes sind bis dato 3500 Taubeneier ausgetauscht worden.

Weiter Fragen beantworten Ihnen gerne:

Petra Klingler, Tel. 0173-2994624
Gundel Grohe, Tel. 07121-68320

Spendenkonto Stadttauben: KSK Tübg. 1 746 844

 


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